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EU-Zinsrichtlinie

Hinweise zur Aufhebung der Richtlinie

finden Sie unter Aktuelles

Hinweise zur Fristwahrung und zur Auskunftserteilung

Bitte beachten Sie hierzu die fachlichen Fragen & Antworten.


 

Kurze Verfahrensbeschreibung

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf verständigt, durch Austausch von Informationen die effektive Besteuerung von Zinserträgen natürlicher Personen (wirtschaftliche Eigentümer) und Personenzusammenschlüssen nicht gewerblicher Art (ausländische Einrichtungen) im Gebiet der EU sicherzustellen. Mit der Zinsinformationsverordnung (ZIV) hat Deutschland die EU-Zinsrichtlinie umgesetzt. Die Regelung beschränkt sich nur auf grenzüberschreitende Zinsen und Erlöse aus dem Verkauf bestimmter festverzinslicher Wertpapiere. Die innerstaatlichen Regelungen über die Besteuerung von Zinserträgen bleiben hiervon unberührt.

Banken in Deutschland sind verpflichtet, dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) für die genannten Zinseinkünfte Kontrollmitteilungen zu erteilen. Das BZSt leitet die Meldungen an die zuständigen ausländischen Steuerbehörden der anderen europäischen Staaten weiter. Die von den ausländischen Steuerbehörden übermittelten Informationen über Zinszahlungen ausländischer Zahlstellen an in Deutschland ansässige Zahlungsempfänger leitet das BZSt an die zuständigen inländischen Finanzämter weiter.

Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Informationen.

Aktuelle Informationen zur EU-Zinsrichtlinie finden Sie unter Aktuelles.
 

Ausnahmen

Österreich erteilt für eine Übergangszeit keine Auskünfte über Zinszahlungen an ausländischen Zahlungsempfänger.

Bei Anlagen in Luxemburg war es für Zuflüsse bis zum 31. Dezember 2014 (Meldezeitraum 2014) möglich, zwischen dem Quellensteuerabzug auf Zinszahlungen oder der Auskunftserteilung (Kontrollmitteilungen) zu wählen.
Luxemburg nimmt seit dem 1. Januar 2015 (Meldezeitraum 2015 für Zuflüsse ab dem 1. Januar 2015) nur noch am automatischen Informationsaustausch teil, so dass ab dem Meldezeitraum 2015 in Luxemburg keine Quellensteuer mehr erhoben wird und die Wahlmöglichkeit entfällt.

Belgien nimmt seit dem 1. Januar 2010 (Meldezeitraum 2010 für Zuflüsse vom 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2010) am automatischen Informationsaustausch teil, so dass ab dem Meldezeitraum 2010 in Belgien keine Quellensteuer mehr erhoben wird.

Diese Staaten haben nach Inkrafttreten der Zinsrichtlinie (1. Juli 2005) für die ersten drei Jahre (bis zum 30. Juni 2008) eine Quellensteuer in Höhe von 15 % erhoben.
In den folgenden drei Jahren (bis zum 30. Juni 2011) erhöht sich die Quellensteuer auf 20 %.
Ab dem 1. Juli 2011 wird von den betroffenen Staaten einheitlich eine Quellensteuer von 35 % erhoben.

Die Besteuerung der Zinserträge in Deutschland wird durch die Erhebung der Quellensteuer in den oben genannten EU-Mitgliedstaaten nicht ausgeschlossen.
Über die Höhe der einbehaltenen Quellensteuer wird eine Steuergutschrift erteilt.
Die Quellensteuer wird auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet oder, sofern die Quellensteuer die zu zahlende Einkommensteuer übersteigt, im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung erstattet.

Eine Kurzübersicht über die aktuellen Abkommen mit anderen Staaten zur Datenübermittlung nach der EU-Zinsrichtlinie/Zinsinformationsverordnung finden Sie hier.


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