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Kapitalertragsteuerentlastung

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Kapitalertragsteuerentlastung für im Ausland ansässige beschränkt Steuerpflichtige. Hinweise zur Entlastung von Inländern von der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge finden Sie hier.

Dividenden und bestimmte andere Kapitalerträge, die von Gesellschaften mit Sitz in Deutschland an im Ausland ansässige Personen gezahlt werden, unterliegen in Deutschland der beschränkten Steuerpflicht. Beschränkt steuerpflichtig sind Personen, die zum Zeitpunkt des Kapitalzuflusses weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben. Die erzielten Erträge unterliegen in Deutschland einem Steuerabzug in Höhe von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag.

Ausländische Empfänger (Gläubiger) von Dividenden und bestimmten anderen Kapitalerträgen können jedoch nach den Rechtsvorschriften des Einkommensteuergesetzes (EStG) und/oder in Verbindung mit den einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen ganz oder teilweise von der Kapitalertragsteuer entlastet werden. Das Erstattungsverfahren für bereits geleistete Zahlungen ist in § 50d Absatz 1 EStG und das Freistellungsverfahren für zukünftige Zahlungen ist in § 50d Absatz 2 EStG geregelt. Beide Verfahren stehen unter einem in § 50d Absatz 3 EStG festgelegten Missbrauchsvorbehalt. Ist der Tatbestand dieser Regelung erfüllt, scheidet ein Anspruch auf Steuerentlastung aus.

Informationen für ausländische Antragsteller, zum maschinellen Datenträgerverfahren und zum Kontrollmeldeverfahren nach § 50d Absatz 6 EStG finden Sie in den Unterrubriken.

Neben dem Erstattungsverfahren nach § 50d Abs. 1 EStG kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entlastung von der Kapitalertragsteuer auf Grundlage des § 32 Abs. 5 Körperschaftsteuergesetz (KStG) erfolgen.

Weitere Informationen und Formulare zu diesem Erstattungsverfahren finden Sie hier.


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