Navigation und Service

Government Site Builder Standardlösung (Link zur Startseite)


Umsatzsteuer - Kontrollverfahren

Zusammenfassende Meldungen (ZM)

Warenlieferungen an Unternehmer über EG-Binnengrenzen hinweg werden im Ursprungsland im Regelfall als steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen behandelt. Im Bestimmungsland müssen die Waren jedoch vom Erwerber der Umsatzsteuer unterworfen werden. Um die Besteuerung im Empfängerstaat sicher zu stellen, ist ein umfangreicher Datenaustausch erforderlich. Hierzu wurden in der ganzen Europäischen Union zentrale Behörden (in Deutschland: BZSt) eingerichtet.
Auch Unternehmer sind in den Datenaustausch eingebunden. Unternehmer, die innergemeinschaftliche Lieferungen oder Lieferungen im Rahmen von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften ausführen, müssen zu diesem Zweck eine Zusammenfassende Meldung (ZM) abgeben.
Seit 01.01.2010 werden in den Datenaustausch auch innergemeinschaftliche sonstige Leistungen einbezogen und folglich die ZM-Abgabepflicht auf innergemeinschaftliche sonstige Leistungen ausgedehnt.

Abgabe von Meldungen nach der Fahrzeuglieferungs-Meldepflichtverordnung

Mit der Fahrzeuglieferungs-Meldepflichtverordnung werden Unternehmer und Fahrzeuglieferer, die nach dem 30. Juni 2010 innergemeinschaftliche Lieferungen neuer Fahrzeuge an Abnehmer ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer tätigen, verpflichtet, diese dem Bundeszentralamt für Steuern zu melden.
Hintergrund für dieses Meldeverfahren ist, dass entgeltliche innergemeinschaftliche Lieferungen neuer Fahrzeuge (§ 1b UStG) an Privatpersonen, nichtunternehmerisch tätige Personenvereinigungen und Unternehmen, die das Fahrzeug für ihren nichtunternehmerischen Bereich beziehen, der Besteuerung im Bestimmungsland unterliegen. Das Meldeverfahren mit dem damit einhergehenden Informationsaustausch mit den anderen EU-Mitgliedstaaten dient somit der Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Umsatzbesteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs neuer Fahrzeuge im Bestimmungsmitgliedstaat.

Vat on eServices

Gegenstand des Verfahrens Vat on eServices (VOES) oder eCommerce (ECOM) ist die Umsatzbesteuerung der elektronischen Dienstleistungen, die von Unternehmern mit Sitz außerhalb der EU an in der EU ansässige private Leistungsempfänger erbracht werden. Die am Verfahren teilnehmenden Drittlandsunternehmer lassen sich in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl registrieren, geben dort ihre Steuererklärung für sämtliche von ihnen in der EU erbrachten steuerpflichtigen Leistungen ab und zahlen den fälligen Steuerbetrag. Die einzelnen Mitgliedstaaten tauschen turnusmäßig Informationen über Registrierungen, Steuererklärungen und Zahlungen aus, spielen empfangene Daten in ihre jeweilige Datenbank ein und leiten für andere Mitgliedstaaten erhaltene Zahlungen an diese weiter.


Diese Seite:

© Bundeszentralamt für Steuern - 2015