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Informationen für Abzugsverpflichtete

Nach den neuen Regelungen in § 51a Absätze 2c - e und Absatz 6 EStG sind Kapitalertragsteuerabzugsverpflichtete ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, in einen automationsunterstützen Verfahren Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer einzubehalten und abzuführen. Um zu ermitteln, ob eine Kirchensteuerpflicht besteht, hat der Kapitalertragsteuerabzugsverpflichtete beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) das Kirchensteuerabzugsmerkmal (KISTAM) für alle Kunden, Gesellschafter oder Mitglieder abzufragen. Das Kirchensteuerabzugsmerkmal ist ein sechsstelliger Schlüssel, in dem die Religionszugehörigkeit, der zugehörige Steuersatz und das Gebiet der Religionsgemeinschaft abgebildet werden.
Das Verfahren gilt für alle Kapitalerträge, die dem Kirchensteuerpflichtigen nach dem 31. Dezember 2014 zu fließen. Den Kirchensteuerabzugsverpflichteten wird jährlich vom 1. September bis 31. Oktober das Kirchensteuerabzugsmerkmal im automatisierten Verfahren bereitgestellt. Die Abfrage setzt unter anderem die Angabe der Steueridentifikationsnummer des Steuerpflichtigen voraus. Sofern dem Kirchensteuerabzugsverpflichteten die Steueridentifikationsnummer nicht vorliegt, kann diese ebenfalls in einem automatisierten Anfrageverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern erfragt werden. Kombinierte Anfragen nach Steueridentifikationsnummer und Kirchensteuerabzugsmerkmal sind ebenfalls möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie in den Fragen und Antworten.

Zugang zum Verfahren

Jeder Kirchensteuerabzugsverpflichtete muss sich im Verfahren ausweisen und zugelassen werden. Zur Identifizierung im Verfahren erhält jeder Teilnehmer eine Zulassungsnummer. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Zugang zum Verfahren zu erhalten:

  • Der Antrag auf Zulassung kann über das BZStOnline-Portal elektronisch eingereicht werden. Dies setzt die sichere Registrierung im BZStOnline-Portal voraus. Den Registrierungsantrag finden Sie hier. Mit diesem Zugang können Abfragen selbst durchgeführt werden. (Vollzugang)
  • Berechtigte, die die Datenabfrage nicht selbst vornehmen wollen, können - ohne vorherige Registrierung im BZStOnline-Portal - die Zuteilung einer Zulassungsnummer beantragen. Die Datenabfrage kann dann ausschließlich über einen Dritten erfolgen, der einen Vollzugang zum Verfahren hat. (Eingeschränkter Verfahrenszugang)

Datenübermittlung

Den Kirchensteuerabzugsverpflichteten werden verschiedene Übermittlungswege für den Datenaustausch mit dem BZSt angeboten. Für kleinere Anfragevolumina empfiehlt das BZSt die Nutzung des BZStOnline-Portals (BOP). Die Anfragedaten können per Webformular oder als CSV-Datei (bis zu 1.000 Datensätze) übergeben werden.
Für die Nutzung der Formulare im BZStOnline-Portal können Sie ein bereits vorhandenes ELSTER-Zertifikat verwenden. Sollten Sie noch nicht über ein ELSTER-Zertifikat verfügen, empfiehlt das BZSt zunächst eine Registrierung im ElsterOnline-Portal. Ausführliche Informationen zum Registrierungs- und Zulassungsverfahren finden Sie im Kommunikationshandbuch Teil I (Registrierung und Zulassung).

Massendatenschnittstelle

Für große Datenvolumina empfiehlt das BZSt die Nutzung der Massendatenschnittstelle ELMA. Die Nutzung der Massendatenschnittstelle ist ausschließlich mit einem BZStOnline-Zertifikat möglich. Sofern Sie noch nicht über ein BZStOnline-Zertifikat verfügen, finden Sie hier den Antrag auf Registrierung.
Ausführliche Informationen zum Datensatzaufbau finden Sie im Kommunikationshandbuch Teil II (Abfrageverfahren).


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