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Maschinelles Anfrageverfahren (MAV) zur Abfrage der steuerlichen Identifikationsnummer

Im Zusammenhang mit Gesetzgebungsverfahren zur Vereinfachung in der Steuerverwaltung und Entlastung der Bürger wurde die elektronische Übermittlung steuerlich wichtiger Daten eingeführt (z.B. steuerlich relevante Zahlungen der Sozial- und Rentenversicherungen sowie Beiträge zur Alters-, Kranken- und Pflegevorsorge)

Hierfür ist auch die Angabe der steuerlichen Identifikationsnummer (IdNr) der Bürgerin bzw. des Bürgers erforderlich. Die zur Datenübermittlung verpflichteten Stellen (z. B. Anbieter von Altersvorsorgeprodukten, Kranken- und Pflegeversicherungen, Mitteilungspflichtige sowie Sozialleistungsträger) fordern Bürgerinnen und Bürger daher auf, ihnen die IdNr mitzuteilen. Kann die IdNr nicht mitgeteilt werden, haben die zur Datenübermittlung verpflichteten Stellen nach § 22a Absatz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) die Möglichkeit, die IdNr über ein maschinelles Anfrageverfahren (MAV) beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abzufragen. Das BZSt teilt daraufhin nur die IdNr mittels eines Antwortdatensatzes mit. Weitere Daten dürfen nicht übermittelt werden.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) bestimmt den Inhalt und den Aufbau der Datensätze des MAV. Informationen zur Datensatzbeschreibung finden Sie hier.

Mit Bekanntmachungsschreiben vom 28. September 2009 hat das BMF die Starttermine für die Verfahren mit den jeweiligen Rechtsgründen veröffentlicht.

Danach werden die Verfahren den zur Übermittlung verpflichteten Stellen derzeit wie folgt zur Nutzung angeboten:

  • das Verfahren nach § 10 Absatz 2a i. V. m. § 10 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b EStG und § 22a Absatz 2 EStG für Anbieter von zertifizierten Altersvorsorgeverträgen im Sinne der sogenannten "Rürup-Rente",
  • das Verfahren nach § 10a Absatz 5 EStG und § 22a Absatz 2 EStG für Anbieter von Altersvorsorgeverträgen nach dem Altersvermögensgesetz (Riester),
  • das Verfahren nach § 10 Absatz 2a i. V. m. § 10 Absatz 1 Nummer 3 EStG und § 22a Absatz 2 EStG für Krankenversicherungsträger.
     

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2010 (BStBl. I, Seite 1499) hat das BMF den Starttermin 1. Januar 2012 für folgendes Verfahren bekannt gegeben:

  • das Verfahren nach § 32b Absatz 3 EStG i. V. m. § 22a Absatz 2 EStG für Träger der Sozialleistungen.


Mit Inkraftsetzung des sog. Kroatien-Gesetzes (Bundesgesetzblatt I/2014 vom 30.Juli 2014) ist ein weiteres Verfahren hinzugekommen:

  • das Verfahren nach § 10 Absatz 4b Satz 4-6 EStG i. V. m. § 22a Absatz 2 EStG für steuerfreie Zuschüsse/erstattete Vorsorgeaufwendungen.

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